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Bundesstadt Bonn

Bonner B?derlandschaft: Ein Konzept für die Zukunft

Die Stadt Bonn hat einen Rahmenplan zur Neuordnung der Bonner B?derlandschaft vorgelegt. Mit diesem Konzept soll für die n?chsten Jahrzehnte ein attraktives und zeitgem??es Angebot für Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Vereine sichergestellt werden. Der Hauptausschuss der Stadt Bonn ber?t am 7. Mai in einer ersten Lesung über das Konzept.

?Schwimmen hat einen sehr hohen Stellenwert in unserer Stadtgesellschaft. Die Bonnerinnen und Bonner wollen wohnortnah schwimmen, deswegen soll in jedem Stadtbezirk ein Schwimmbad stehen. Mit diesem Rahmenplan stellen wir au?erdem sicher, dass jedes Kind in Bonn Schwimmen lernen kann“, sagt Oberbürgermeister Ashok Sridharan bei einem Pressegespr?ch am Mittwoch, 22. April 2020, ?Am Ende dieses ambitionierten Prozesses soll eine nachhaltige und zukunftsorientierte B?derlandschaft für die Bonner Bev?lkerung, die Vereine und die Schulen entstanden sein.“

?Wir wollen die B?derlandschaft in unserer Stadt grundlegend modernisieren und als Orte der Begegnung weiterentwickeln. B?der haben für die Quartiere und das Miteinander eine gro?e Bedeutung. Au?erdem bietet das Konzept die Chance, das Profil Bonns als Sportstadt zu sch?rfen und ist nach dem Sportentwicklungsplan ein weiterer Meilenstein für den Sport in Bonn“, so Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-B?nninger.

Bei der Erarbeitung der Rahmenplanung wurde das Bürgergutachten, das Ende 2019 an Oberbürgermeister Sridharan übergeben wurde, als Orientierung herangezogen. So soll die dezentrale B?derlandschaft in Bonn bestehen bleiben und jedes Bad soll ein eigenes Profil erhalten.

Aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung von Baupreisentwicklungen und Risikopuffer ergibt sich eine gesch?tzte Gesamtinvestition in H?he von etwa 130 Millionen Euro. Bei den Neubau- und Sanierungsma?nahmen sollen alle zur Verfügung stehenden F?rderm?glichkeiten ausgesch?pft werden.

Beschlie?t der Rat die Vorlage, wird die Verwaltung für jede zu prüfende Ma?nahme eine Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) und Vorplanung (Leitungsphase 2) beauftragen und hierzu Auftr?ge an externe Planungsbüros vergeben. Für die Phase der Grundlagenermittlung und Vorplanung ist ein Volumen von rund zwei Millionen zu veranschlagen. Die Mittel hierfür stehen in der B?derpauschale zur Verfügung.

Anschlie?end wird dem Rat jede einzelne Ma?nahme zur Beschlussfassung vorgelegt. Durch die Sanierungs- und Neubauma?nahmen, die auch einen Beitrag zur CO2-Einsparung und damit zur Erreichung der Klimaziele der Bundesstadt Bonn leisten sollen, wird der Energieverbrauch in einem hohen Umfang reduziert.

Ziel ist es, die Ma?nahmen bis sp?testens zum Jahr 2030 umzusetzen.

Der Stadtsportbund begrü?t die von der Verwaltung vorgelegte Rahmenplanung. ?Die wichtigsten Forderungen, die Wasserfl?che nicht zu verringern und einen Mehrwehrt für das Schul- und Vereinsschwimmen sowie dem Wettkampfsport zu schaffen, sehen wir als erfüllt an“, sagt Ute Pilger, Vorsitzende des Stadtsportbundes Bonn, ?Wir appellieren an die Politik der Verwaltungsvorlage zuzustimmen, damit der Stillstand in der B?derdiskussion beendet wird. über die Ausgestaltung der B?derstandorte müssen gemeinsame Gespr?che in einem fachspezifischen Beratergremium begonnen werden.“

Ma?nahmen in den Stadtbezirken

Stadtbezirk Bonn

Für den Stadtbezirk Bonn gibt es zwei Varianten, die geprüft werden sollen.

Eine M?glichkeit w?re der Neubau eines Bades, das speziell für Wettk?mpfe ausgelegt ist. Als Standort k?me das Gel?nde des R?merbades in Frage. Hier k?nnte entweder auf dem Parkplatz oder auf einer Liegewiese ein Neubau entstehen. Das denkmalgeschützte Geb?ude des Frankenbades k?nnte dann als Hallenbad aufgegeben und perspektivisch als ?ffentliche Sport- und Kultureinrichtung genutzt werden.

Für eine Neubauma?nahme am R?merbad liegt noch keine Kostensch?tzung vor. Die Kalkulation ist unter Berücksichtigung des Baukostenindex vorgenommen worden. Aus heutiger Sicht werden für einen Neubau an diesem Standort Kosten in H?he von bis zu 30 Millionen Euro angenommen.

Eine Alternative zu einem Neubau ist es, das Frankenbad vollst?ndig zu sanieren. Damit Wettk?mpfe auf nationalem Niveau stattfinden k?nnen, müsste das Sportbecken zus?tzlich auf mindestens acht Schwimmbahnen erweitert werden. Da das Geb?ude 1996 in die Denkmalliste der Bundesstadt aufgenommen wurde, muss untersucht werden, inwieweit Ver?nderungen am Geb?ude vorgenommen werden dürfen.

Für eine grundlegende Sanierung des Frankenbades sollten aus heutiger Sicht Sanierungskosten in H?he von mindestens 35 Millionen Euro angenommen werden. Die Ma?nahme kann zur F?rderung über den Masterplan Innere Stadt angemeldet werden. Parallel sollen noch F?rderm?glichkeiten anderer Programme geprüft werden.

Darüber hinaus soll die Schwimmhalle im Sportpark Nord saniert und um zus?tzliche Umkleiden, gegebenenfalls auch um ein weiteres Lehrschwimmbecken erweitert werden. Au?erdem sollen die Zug?nge zur Schwimmhalle behindertengerecht gestaltet werden. Für Sanierung und Erweiterung der Schwimmhalle im Sportpark Nord werden Kosten in H?he von 15 Millionen Euro angenommen.

Um w?hrend der Sanierungen im Sportpark Nord und einer eventuellen Generalsanierung des Frankenbades auch weiterhin das Schul- und Vereinsschwimmen gew?hrleisten zu k?nnen, müsste für einen übergangszeitraum ein tempor?res Schwimmbad errichtet werden. Dafür wird die Verwaltung geeignete Standorte prüfen und den politischen Gremien einen Entscheidungsvorschlag unterbreiten. Au?erdem wird geprüft, ob dieses tempor?re Bad an andere Stelle weiter genutzt werden kann.

Für die Errichtung des tempor?ren Bades werden zun?chst Kosten in H?he von rund 10 Millionen Euro angenommen. Sollte eine Nachnutzung des Bades an einem anderen Standort m?glich sein, w?ren die Kosten der tempor?ren Nutzung auf die Nachnutzung anzurechnen.

Stadtbezirk Bad Godesberg

Für Bad Godesberg wird die Verwaltung prüfen, ob auf dem Grundstück des ehemaligen Kurfürstenbades nach vorherigem Abriss ein Neubau mit einem Mehrzweckbecken und einem Lehrschwimmbecken errichtet werden kann. Die neue Schwimmhalle soll das Profil eines Gesundheitsbades erhalten. Das Paul-Magar-Mosaik im Kurfürstenbad wird vor dem Abriss ausgebaut und gesichert.

Für die Errichtung eines neuen Hallenbades in Bad Godesberg werden aus heutiger Sicht Kosten in H?he von 15 Millionen Euro angenommen. Der Neubau des Hallenbades in Bad Godesberg ist eine Ma?nahme mit einem inhaltlichen Bezug zum Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) für Bad Godesberg. Daher sollen für den Neubau St?dtebauf?rderungsmittel beantragt werden.

Das Kurfürstenbad wurde 1964 er?ffnet und 2016 wegen erheblicher M?ngel an der Technik geschlossen. Es verfügt lediglich über ein Mehrzweckbecken. Momentan wird als übergangsl?sung in jeder Wintersaison eine Traglufthalle über dem Freibad Friesdorf aufgebaut.

Stadtbezirk Beuel

Für Beuel schl?gt die Verwaltung vor, ein Hallenbad auf dem Gel?nde des Ennertbades zu errichten. Damit kann der Standort in Beuel als Kombibad betrieben werden. Damit wird ein Ganzjahresangebot für Schulen und Vereine geschaffen.

Die Beueler Bütt soll nach Errichtung des Neubaus – so der Vorschlag – geschlossen und abgerissen werden. Auf dem Grundstück k?nnte anschlie?end gef?rderter Wohnungsbau entstehen. Die Verwaltung wird die H?he des Ver?u?erungserl?ses und die H?he der Abrisskosten ermitteln.

Für die Errichtung eines neuen Hallenbades am Standort des Ennertbades werden aus heutiger Sicht Kosten in H?he von 20 Millionen Euro angenommen. Die Erl?se aus dem Verkauf des Gel?ndes der Beueler Bütt sollen für den Neubau eines Hallenbades verwendet werden.

Stadtbezirk Hardtberg

Das Hardtbergbad soll das Profil eines Familienbades erhalten. Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 4. Juli 2019 die Module 1 bis 3 aus der Vorentwurfsplanung für die Sanierung und Erweiterung des Bades um ein Lehrschwimmbecken bereits beschlossen. Der Verwaltung schl?gt auch die Realisierung der weiteren geplanten Module 4-7 (Erweiterung um einen Familienbereich mit Kursbecken, Kinderbecken, Gastronomie, Rutsche) vor. In einem n?chsten Schritt soll dem Rat die Entwurfsplanung für die Module 1-7 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Für die Modernisierung (Hallenbad und Freibad) einschl. der Erweiterungen liegt bereits eine Kostensch?tzung aus dem Jahr 2019 vor. Danach ist von Kosten in H?he von voraussichtlich rund 30 Millionen Euro auszugehen.

Lehrschwimmbecken in Schulen

Die Lehrschwimmbecken in den Schulgeb?uden sollen mittelfristig durch Wasserfl?chen in den ?ffentlichen B?dern ersetzt werden. Diese Fl?chen werden in die ?ffentlichen B?der integriert und sind deshalb in den Raumkonzepten der Neubau- und Sanierungsma?nahmen bereits enthalten. Die Verwaltung wird für die perspektivisch zur Schlie?ung vorgesehenen Lehrschwimmbecken gemeinsam mit den Schulen Nachnutzungskonzepte entwickeln.

Freib?der

Die Standorte der Freib?der bleiben erhalten und werden saniert. Für dringend notwendige Sanierungsma?nahmen in den Freib?dern sind mittelfristig Kosten in H?he von fünf Millionen Euro einzuplanen.

Zur Beschlussvorlage:  www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=5661&refresh=false

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Erl?uterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
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  • Giacomo Zucca / Bundesstadt Bonn
  • Marc Hoffmann/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn

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